Familienverein Klues

Der Name Klues ist niederdeutsch für "Klause" und bezeichnet als Ortsname jenen Ort, an dem gegen Ende des 14. Jahrhunderts der Priester Ludolf Swerk und Wilhelm Uterlyre (die beide aus Lübeck stammten) im damaligen Krokries eine Einsiedelei gründeten - eine Klause eben.

Diese Einsiedelei wurde Dank wunderbarer Ereignisse schnell Wallfahrtsort. Dieser Wallfahrtsort war über die Region hinaus bekannt. So gab Papst Bonifacius IX. den Besuchern und Wohltätern vier Jahre und vierzig Tage Ablass, was wiederum den Bau einer Kapelle ermöglichte.

Diese Kapelle wurde von dem Zisterzienserkloster Rüde (auch Rudekloster genannt) betreut. Das Rudekloster hat nichts mit dem gleichnamigen Stadtteil Rude in Flensburg zu tun, es befand sich vielmehr in Glücksburg, an der Stelle, an der heute das Schloss steht.

Die Bebauung der "Kolonie Klues" erfolgte 1899 bis 1908. Sie gehörte zur Landgemeinde Niehuus aus dem Amtsbezirk Harrislee und wurde 1909 in die Stadtgemeinde und den Stadtkreis Flensburg eingegliedert.

Heute bildet Klues zusammen mit den Stadtbezirken Kreuz und Galwik den Stadtteil Nordstadt von Flensburg.

1912 als Klues noch ein abgegrenzter Ortsteil von der Stadt Flensburg war, gründetete eine Gruppe mandolinenspielender Mitbürger, die sich in lockerer Reihenfolge trafen, um gemeinsam zu musizieren, den Familienverein Klues. Gegründet wurde der Verein zur Pflege des Gemeinschaftsgedankens und Förderung der Geselligkeit unter den Mitgliedern.

Die Aktivitäten des Vereins wurden durch die beiden kurz aufeinander folgenden Weltkriege stark beeinflusst. Gerade in den Jahren der Kriegswirren hielten die Mitglieder besonders zusammen. Man traf sich, um den grauen Alltag zu vergessen, beim Kartenspiel, Singen und Musizieren.

Im Vordergrund stand aber immer der gutnachbarschaftliche Gedanke. Man kannte sich halt.

Heute zählt der Familienverein ca. 100 Mitglieder. Seiner Aufgabe, gesellige Zusammenkünfte zu arrangieren, ist er bis heute treu geblieben, wobei die Pflege des Ortsteils Klues ein besonderes Anliegen des Familienvereins ist.